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Geringe, zumeist vernachlässigbare Kosten für Nachrichtenübertragung im Internet haben zu einem starken Aufkommen von Spam-E-Mails, unerwünschten Nachrichten wie zum Beispiel Werbe-E-Mails, geführt. Mittlerweile ist der Anteil an Spam so groß, dass der Nutzwert des Mediums E-Mail an sich in Frage gestellt ist. Man versucht, mit Hilfe von Spam-Filtern das Problem in den Griff zu bekommen.

Mit Voice-over-IP (VoIP) verlagert man die Telefonie auf das Internet, wovon man sich Kosteneinsparungen verspricht. Experten sagen voraus, dass mit einer zunehmenden Nutzung und Verbreitung von VoIP auch der Anteil der Spam-Anrufe, sog. SPIT (Spam over Internet Telephony), steigt. SPIT-Filter sollen Abhilfe leisten.


In dem Projekt SPIT-AL (SPIT-Abwehr-Lösung), das im Rahmen von e-Region PLUS gefördert wird, erarbeitet die Kieler Internet-Provider-Firma TNG - THE NET GENERATION AG mit Unterstützung durch das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein eine rechtskonforme Lösung für einen solchen einsatzbereiten SPIT-Filter, der in Abhängigkeit der Anruferkennungen verschiedene Reaktionen ermöglichen soll, zum Beispiel "Anruf annehmen", "Anruf abweisen", "Umleitung auf die Voicebox", "Verweis auf eine kostenpflichtige Alternativtelefonnummer" usw. Damit soll der Angerufene nicht nur vor unerwünschten Werbeanrufen geschützt, sondern auch in seinem Erreichbarkeitsmanagement unterstützt werden.


Rechtlich sind insbesondere Normen aus dem Telekommunikationsrecht sowie dem Datenschutzrecht relevant, weiterhin - je nach Situationskontext - auch Teledienste-, Straf- oder Verwaltungsrecht. Prinzipien wie größtmögliche Transparenz und nutzerbestimmte Kontrolle müssen bei der Gestaltung einer SPIT-Abwehrlösung Berücksichtigung finden.


Hier können Sie den Vortrag "SPIT-AL Rechtskonforme Abwehr von Spam over internet telephony (Spit)" von Rechtsanwalt Jan Möller lesen (17.3.2006 in Ulm auf dem BvD-Kongress). Zum Betrachten benötigen Sie einen Adobe Reader (hier herunterladen).


Das Projekt SPIT-AL wird im Rahmen der Förderung aus dem regionalen Landesprogramm Schleswig-Holstein „e-Region PLUS“ mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie mit Landesmitteln unterstützt.